Blutdruckmessgerät – Die bequeme Kontrolle für zu Hause

41d3hiq-c3L.jpgWer täglich seinen Blutdruck im Auge behält, kann viel für seine Gesundheit tun. Die Geräte gibt es natürlich zwischenzeitlich auch für den Hausgebrauch und können entweder am Handgelenk oder am Oberarm angewendet werden.

Zeit ist damit alle mal gespart, denn der Gang zum Arzt entfällt und die Geräte sind schließlich einfach zu bedienen, sodass jeder damit umgehen kann.

Die Geräte, die für das Handgelenk bestimmt sind, können am einfachsten angewendet werden, denn sie werden in der Regel mit einem Klettverschluss befestigt und dann mit nur einem Knopfdruck bedient. Viele der Geräte verfügen sogar über eine sogenannte Ampel- Skala, diese zeigt an, ob der Blutdruck im grünen Bereich ist oder eher nicht.

Die Anwendung ist kinderleicht, denn wenn der Knopf gedrückt wurde, bläst sich die Manschette auf und innerhalb kürzester Zeit können die Werte abgelesen werden.

Volksleiden „ Bluthochdruck“

Rund 30 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter chronischem Bluthochdruck. Das ist eine Gefäßerkrankung und sie äußert sich darin, dass das Blut einen bestimmten Druck auf die Gefäße ausübt. Das kann unter Umständen lebensbedrohlich werden, wenn keine passenden Medikamente von einem Arzt verschrieben werden.

Schwankungen sind bei Bluthochdruck aber normal, denn Aufregung, Stress oder körperliche Überanstrengungen sorgen auch dafür, dass der Blutdruck ansteigen kann. Ist der Mensch gesund, regelt sich der Blutdruck auch von ganz allein. Anders bei den Personen, die unter Bluthochdruck leiden, diese müssen dann medikamentös versorgt werden.

Bluthochdruck lässt sich auch nicht in eine bestimmte gesundheitliche Sparte stecken, allerdings können Übergewicht, Bewegungsmangel, hoher Alkoholkonsum und Rauchen maßgeblich dazu beitragen. Dazu kommen noch Wohlstandserscheinungen, wie zum Beispiel, fettes Essen und das damit Hand in Hand gehende Übergewicht.

Eine effektive und somit auch gesunde Grundlage ist, das tägliche Messen. Natürlich wurden auch hier Geräte von der Stiftung Warentest ausgiebig unter die Lupe genommen und das Ergebnis zeigte, dass es nicht unbedingt die teuren Geräte sein müssen. Für den täglichen Gebrauch reicht der Einsatz zwischen 17 und 90 Euro und so viel sollte die eigene Gesundheit schon wert sein.

Unterschiede zwischen Messgeräte

Ein Blutdruckmeßgerät für den Oberarm ist zwar nicht ganz so komfortabel, wie eines für das Handgelenk, dafür sind sie aber etwas genauer beim Messen. Große Unterschiede gibt es dabei aber nicht, sodass entweder das eine oder das andere gekauft werden kann.

Das Oberarmgerät ist in der Anschaffung nur eine Kleinigkeit teurer, für den Gebrauch in den eigenen vier Wänden reicht darum eines für das Handgelenk vollkommen aus.

Es gibt auch keinen Grund sofort einen Arzt aufzusuchen, wenn die Werte einmal differenzieren, denn das ist ganz normal, erst wenn über einen längeren Zeitraum von einigen Tagen, die Werte Grund zur Beunruhigung geben, sollte der Gang gemacht werden. Die einheitliche Grenze, um einen Blutdruck zu diagnostizieren liegt bei Werten um 140/ 90 mmHG. Bevor ein Gerät überhaupt angelegt werden sollte, sollte vorher eine Ruhephase von mindestens 5 bis 10 Minuten liegen, dann ist der Körpersoweit zur Ruhe gekommen, dass die Werte sich eingependelt haben.

So wird richtig gemessen

Jede körperliche Anstrengung begünstigt einen Anstieg des Blutdrucks. Daher unbedingt auf die empfohlene Ruhephase achten. Das korrekte Messen steht im Vordergrund und darum darf während des Messens auch nicht gesprochen werden.

Die Manschette muss genau angelegt werden und das ist bei einem Oberarmgerät die Höhe des Herzens. Bei Handgelenksgeräten sollte der Arm leicht erhöht liegen und wenn es geht auch angewinkelt sein. Die Manschette darf auch nicht locker sitzen, sondern sie sollte schon fest anliegen, ansonsten werden Messwerte verfälscht.

Nicht immer geben beiden Arme denselben Wert ab, denn an einem Arm kann er durchaus etwas höher sein, ist das auf Dauer heraus gefunden worden, sollte es immer die Seite sein, die den höheren Wert hat.

Geräte nicht unbedingt vom Discounter kaufen

Ein billiges Gerät muss nicht unbedingt schlechter sein als ein teures, dennoch gibt es beim Kauf einiges zu beachten. Stiftung Warentest stellt beispielsweise fest, dass ein Gerät mit einem Preis von 249 Euro nur mittelmäßig die Werte feststellen konnte. Testsieger wurde das Blutdruckmeßgerät Medisana MTP für rund 80 Euro. Das Gerät liefert sogar für Blinde oder Sehbehinderte Funktionen, die außerordentlich hilfreich sind.

Die Note 2 bekam das Gerät Sanoquell 329 vom Anbieter Quelle, das kostet im Einkauf nur ganze 30 Euro, ist aber für den Hausgebrauch durchaus geeignet. Die Geräte von bekannten Discountern lagen in der Regel auf den letzten Plätzen und sollten lieber im Regal bleiben.

Die Blutdruckmeßgeräte von Rossmann und Plus wiesen bei dem Test sogar ein eindeutiges „ mangelhaft“ auf, weil die Messungen zu ungenau waren. Ist eine Person an Bluthochdruck erkrankt, kann so ein Ergebnis durchaus zu einem Wagnis für die Gesundheit werden.

Zusatzfunktionen

Bei einigen der getesteten Blutdruckmeßgeräte gab es sogar noch Zusatzfunktionen, zum einen war es ein USB-Stick, mit dem Messergebnisse auf den PC übertragen werden können, um dauerhaft eine Tabelle darstellen zu können. Das Ergebnis kann dann auch gleich an den behandelten Arzt via E-Mail verschickt werden.

Ein anderes Gerät verfügt über eine Herzhöhenpositionsanzeige, die zeigt an, ob der richtige Messpunkt erreicht wurde. Diese Funktion wiesen die Geräte Omron RX Genius, Omron R5 Proffesionel und Sensorcontrol Easyclick vom Hersteller Braun auf.

Eines der besten Geräte in dieser Sparte ist das Boso Medicus Family, das ist besonders für Menschen mit kräftigen Oberarmen geeignet. Es ist für einen Armumfang zwischen 22 und 42 Zentimeter ausgelegt und besitzt zudem noch zwei integrierte Messspeicher. Diese speichern 30 Messungen in einem Zeitraum von einem 14 Tage Profil.

Es misst vollautomatisch und hat zudem noch einen Gastmodus, wenn das Gerät noch bei einer anderen Person messen soll. Das Gerät kostet um die 57 Euro und ist als zweiter Testsieger hervor gegangen. Auf Platz drei landete das Omron M 500 für den Oberarm. Es sendet einen Warnhinweis, wenn die Manschette nicht ordnungsgemäß angelegt wurde und es hat auch eine sehr hohe Speicherkapazität. Weiterhin gibt es ein übersichtliches Display und ist kinderleicht zu bedienen. Eine Anzeige, wenn Herzrhythmusstörungen vorliegen, bietet weiteren Komfort und darum wurde das Gerät auf Platz drei gewählt. Das Omron M 500 hat einen Preis ab 45 Euro und ist mit 3 Jahren Garantie ausgestattet.